Die Balance ist entscheidend - Interview mit Roman Rees und Roman Böttcher

04 April 2024

Biathlon ist mehr als nur ein Sport – Biathlon ist eine Herausforderung, die sowohl höchste körperliche Fitness als auch mentale Stärke erfordert. Doch was steckt hinter den Spitzenleistungen der Athletinnen und Athleten? Was hilft ihnen, ihre körperlichen Leistungen konstant zu halten? Wir haben uns mit Starsportler Roman Rees und seinem Trainer Roman Böttcher unterhalten, um einen Blick hinter die Kulissen ihrer Trainingsmethoden, Routinen und Erfolgsgeheimnisse zu werfen. Kleiner Spoiler: Die Regeneration spielt dabei eine ebenso große Rolle wie das Training selbst.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für unser Interview nehmt. Als Biathlonprofis wisst ihr am besten, wie außergewöhnlich hoch der Anspruch an Körper und Geist in dieser Sportart ist. Könnt ihr uns ein wenig über eure persönlichen gesunden Gewohnheiten und Routinen erzählen, die euch helfen, euch auf höchstem Niveau zu halten?

    R. Rees: Für mich sind eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf entscheidend. Ich lege Wert darauf, regelmäßig zu Bett zu gehen und am Morgen mit der Sonne aufzustehen. Nahrungsergänzungsmittel sind gerade in der unmittelbaren Versorgung im und um das Training eine große Hilfe, da die zeitliche Komponente hier eine entscheidende Rolle spielt und ich z.B. die Produkte von Cheribundi ganz einfach mitnehmen kann und dann direkt griffbereit habe. Aktive Erholung wie Gymnastik und lockeres Auslaufen sind ebenfalls fixe Bestandteile meiner Routine.

        R. Böttcher: Als Trainer ist es wichtig, sowohl körperlich als auch mental fit zu sein. Sport dient mir als Ausgleich und Quelle der Energie. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf sind grundlegend. Trotz der Herausforderungen des Trainerdaseins versuche ich, meinem Körper das zu geben, was er braucht, um gesund zu bleiben.

          Dein Job ist es, die Athlet:innen auf Höchstleistung vorzubereiten und gleichzeitig ihre Gesundheit und Wohlbefinden zu gewährleisten. Wie balanciert und gestaltet ihr im Team Belastungs- und Erholungsphasen?

            R. Böttcher: Die Balance zwischen Belastungs- und Erholungsphasen über das Trainingsjahr hinweg ist entscheidend. Wir arbeiten eng mit den Athleten zusammen, um ihre individuellen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Auch die optimale Trainingsversorgung spielt eine wichtige Rolle, um sicherzustellen, dass jeder Athlet ausgeruht und leistungsfähig ist. Was esse ich wann, nach welcher Einheit und was benötigt mein Körper nach welchem Training um schneller wieder leistungsfähig bzw. trainierbar zu sein ist eigentlich neben dem Training das wichtigste im Hochleistungssport. Hierfür sind sicher Erfahrungen des Trainers aber viel mehr der medizinischen Abteilung und vor allem des Sporternährungsberaters nötig. 

            Roman, du bist nicht nur ein herausragender Athlet, sondern auch ein Vorbild für viele Sportler:innen. Welche Ratschläge würdest du jungen Talenten geben, um gesunde Gewohnheiten und eine ausgewogene Work-Life-Balance zu pflegen, während sie ihre sportlichen Ziele verfolgen?

              R. Rees: Meiner Erfahrung nach ist es wichtig, sich selbst gut zu kennen und auf die Bedürfnisse des Körpers zu hören. Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regenerative Routinen sind entscheidend. Außerdem sollte man sich Zeit für mentale Entspannung nehmen und sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn nötig.

                Wie integriert ihr die Prinzipien der Erholung und Regeneration in euren Alltag bzw ins Trainingsprogramm?

                  R. Rees: Kontinuierliche Regenerationsroutinen sind entscheidend, besonders in jungen Jahren, wenn das Training intensiver wird. Regeneration ist der Schlüssel, um Trainingsreize effektiv umzusetzen und Überlastung zu vermeiden. Es ist wichtig, Sporternährung und aktive Erholung in den Alltag zu integrieren, auch wenn es anfangs zusätzliche Energie kostet. Jeder muss seine eigenen Regenerationsmethoden finden, sei es Gymnastik, mentale Erholung oder einfach mal nichts tun. Inspiriert zu bleiben und neue Ideen zu erkunden, ist sowohl für junge Athleten als auch für erfahrene Profis wichtig.